Null Punkte im Löwenkäfig.

12. März 2010 von Peter
22.01.2010 2. Bundesliga, Allianz-Arena
TSV 1860 München – Hansa Rostock 3:0

Endlich war die Winterpause vorbei und die Kicker in Blau-Weiß-Rot konnten der Lederkugel wieder hinterher jagen. Und wir konnten endlich wieder Stadionatmosphäre schnuppern. Fußball via Mattscheibe hat mich noch nie richtig mitfiebern lassen. Zum Start in ein neues Fußballjahr und in ein neues Fußballjahrzehnt ging es nach Bayern in den Schwimmreifen am Stadtrand von München.

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Die Hinfahrt mit Jung und Alt sehr relaxt mit Länderticket absolviert. Die Arena noch dürftiger gefüllt als beim letzten Gastspiel des FCH. Die Stimmung auf Heimseite nur optisch, aber nicht akustisch zu vernehmen. Die Leidenschaft und Mitmachquote beim Singsang im Gästebereich war aber auch schon mal besser. Und auch das Spiel nach vorne beim FCH war auch schon mal besser. Und über das Abwehrverhalten hüllt man besser den Mantel des Schweigens. Die gesamte Hintermannschaft leistete sich doch recht katastrophale Abwehrfehler und ließ die Löwen ganze dreimal einnetzen. So blieben am Ende für den FCH nur mickrige Null Punkte im Löwenkäfig und die Frage was die Herren Profis die Woche über im Training so trainieren. Nach diesem frustrierten Jahresauftakt ging es zurück ins Württembergische. Da musste der Ärger über die gezeigten Leistungen dann leider im Alkohol ertränkt werden und die Finger an der Playstation wund gespielt werden. Na gut das mit dem Alkohol lag aber eher daran, das der Carsten nachträglich zum Geburtstagsumtrunk geladen hatte. So hatte der Freitagabend bzw. Samstagmorgen wenigstens noch einen versöhnlichen Ausklang.

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Gesundes Neues

05. Januar 2010 von Akiem

Erst einmal wünsche ich allen Lesern dieses Blogs ein gesundes erfolgreiches neues Jahr.

Die DFL hat die Rückrundenpartien vom 23. bis zum 27. Spieltag zeitgenau terminiert. Die Termine des glorreichen FCH findet ihr aktualisiert in der Terminübersicht. Man sieht sich.

Vereinsnamen einmal anders.

29. Dezember 2009 von Peter

Und weiter ging es im Wirrwarr von Eintrittskarten, Programmen und anderen Souvenirs aus dem Fußballjahr 2009. Und wieder tauchte ein Kuriosum zwischen all den Mitbringseln auf. Hatte schon fast vergessen, dass ich dieses Schmückstück besaß. Eine kostenlose Beilage der Neuen Vorarlberger Tageszeitung zur Fußballsaison 2008/2009. Ist mir bei einem Besuch in Altach, Dornbirn oder Lustenau mal in die Hände gekommen. Im Prinzip handelt es sich bei dieser kostenlosen Zeitungsbeilage ja nur um ein Kicker-Sonderheft in Kleinformat. Halt mit allem Wesentlichen was den Fußballinteressierten in Vorarlberg zu interessieren hat. Saisonvorschau, Spielplan, Mannschaftsbilder mit Zu-/Abgängen. Ein bisschen Werbung. Fertig.

Doch Apropos Werbung. Ist die Werbung im deutschen Sonderheft aus dem Hause Kicker noch Großflächig im ganzen Heft verteilt, wird in Österreich die Werbung im Vereinsnamen des betreffenden Fußballclubs versteckt. Ganz schön clever dieser Werbeschachzug. Hätte ich fast nicht bemerkt.

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Daher nun die TOP 10 der etwas anderen Vereinsnamen

Nr. 10 Sparkasse Blau Weiß Feldkirch (Regionalliga West)

Nr. 9 Fliesen Jams FC Riefensberg (1. Landesklasse)

Nr. 8 Vollbad FC Götzis (Landesliga)

Nr. 7 Giesinger Betonbearbeitung RW Langen (1. Landesklasse)

Nr. 6 Therme Bad Blumenau SC Göfis (1. Landesklasse)

Nr. 5 FC Mohrenbräu Dornbirn 1913 (Regionalliga West)

Nr. 4 SC Stahl/Metallbau Rudigier St. Gallenkirch (2. Landesklasse)

Nr. 3 FC Steurer Stutenmilch Hittisau (2. Landesklasse)

Nr. 2 FC Simon Installationen Mäder (Vorarlbergliga)

Nr. 1 FC Cafe Stollwerk Krumbach (2. Landesklasse)

Es sei abschließend noch mal klargestellt, das es sich hierbei um real existierende Fußballvereine handelt. Es wird jedoch keine Gewähr übernommen, ob genannte Vereine zwischenzeitlich den Namen einer anderen Firma tragen. Zumindest sollte es Mahnung genug sein, wohin die schleichende Kommerzialisierung führen kann. Mittlerweile ist dieses Phänomen ja auch im deutschen Fußball bewusst oder unbewusst angekommen. RB Leipzig und Hoffenheim lassen grüssen.

Kennen Sie Benny Bautiger?

29. Dezember 2009 von Peter

13.09.2009 Regionalliga Süd, Frankenstadion Heilbronn
SG Sonnenhof Großaspach – Stuttgarter Kickers 2:1

Kurz vor Jahreswechsel war es mal wieder dringend nötig ein bisschen Ordnung in das Wirrwarr von Eintrittskarten, Programmen und anderen Souvenirs aus dem Fußballjahr 2009 zu bringen. Hatte sich schließlich wieder einmal so einiges angesammelt. Man ist zwar nicht mehr geneigt alles mitzunehmen, was einem bei diversen Fußballspielen so unter die Nägel kommt. Aber das ein oder andere Kuriosum muss für die Nachwelt dann doch erhalten werden. Solch ein Kuriosum tauchte nun also zwischen all den Eintrittskarten und Fußballprogrammen wieder auf.

Ein A1-Großes, 4-seitiges Faltblatt namens “Fautenhau Express”. Sicherlich vom Namen her nicht unbedingt spektakulär, zumal es sich hier auch nur um die Offizielle Stadionzeitung der SG Sonnenhof Großaspach handelt. Die mir vorliegende Ausgabe gab es zum Regionalligagastspiel der Stuttgarter Kickers bei der SG als kostenloses Zubrot zur käuflich erworbenen Eintrittskarte. Auf den 4 Seiten alles Wesentliche zum Spiel: Spielgegner vorgestellt, 2 Mannschaftsbilder, Tabelle, Spieltagsübersicht, fertig. So weit so gut, so unspektakulär. Aber auf der Rückseite diese Faltblatts dann der Stein des Anstoßes, die quasi geistige Offenbarung: Ein Interview mit Benny Bautiger. Benny wer? Am besten liest man mal selber was Herr Benny Bautiger der Welt da draußen mitzuteilen hat.

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Interview mit Benny Bautiger
(aus dem Fautenhau Express der SG Sonnenhof Großaspach vom 13.09.2009)

Gestatten: Benny Bautiger mein Name. Ich bin der Publikumsliebling im Heilbronner Frankenstadion. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Schließlich bin ich als Maskottchen der SG Sonnenhof Großaspach bereits eine feste Größe. Meine Fangemeinde steigt ständig. Genau so wie das Punktekonto meiner Mannschaft. Das ist so sicher wie meine Streifen. Wir werden den Gegnern die Krallen zeigen. Hier könnt Ihr nun lesen, was ich schon immer über mich lesen wollte.

Willkommen in der Regionalliga, Benny Bautiger. Schon Fracksausen in der neuen Spielklasse bekommen?
Nun mal schön langsam. Ich trage Streifen, die machen schlank. Mit Frack ist bei mir nichts zu machen. Fracksausen bekommen die Gegner. Und zwar dann, wenn ich mit den SG-Fans ins grollen komme und unsere Mannschaft so richtig ins Rollen kommt.

Wie bringst Du dein Team ins Rollen?
Da habe ich zwei Mannschaften…

Wie, zwei Mannschaften?
Ist doch logisch. Die erste Mannschaft rackert und spielt auf dem Platz was das Zeug hält. Das zweite Team sind die Zuschauer. Die müssen ebenfalls alles geben, um die Spieler anzufeuern. Ich werde vollen Einsatz zeigen, damit die Fans richtig in Stimmung kommen. Gemeinsam können wir jeden Konkurrenten schlagen.

Das klingt ein bisschen übermütig?
Nichts da. Meine Jungs und ich sind stark genug. Die Mannschaft wir immer alles geben und kann den Platz mit erhobenen Haupt verlassen. Das ist unabhängig vom Resultat.

Wie kam`s denn zum Namen Benny Bautiger?
Das war eindeutig Chefsache. Und mein Chef ist Werner Benignus. Der ist nicht nur Vorstandsvorsitzender der SG Sonnenhof Großaspach, sondern gleichzeitig Geschäftsführer der ASPA Bauträgergesellschaft. Hauptberuflich bin ich also bei der ASPA beschäftigt, aber wie mein Chef ebenso bei der SG Sonnenhof Großaspach stark engagiert.

Und das Gehalt gibt`s nach BAT?
Wie BAT? Verstehe ich nicht.

Na, bar auf Tatze?
Scherzkeks. Natürlich arbeite ich ehrenamtlich. Sonst kommt mir noch der Tierschutzverein oder das Steueramt aufs Dach.

Spaß bei Seite. Bist Du als Bautiger auch beim Stadionneubau im Großaspacher Fautenhau gefordert?
Ist doch klar. Was sollten unsere Architekten oder mein Chef da ohne mich machen. Einer muss doch den Überblick behalten. Und natürlich brenne ich darauf, dass endlich mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Doch überstürzen will ich da auch nichts. Wir sind hier in Deutschland und nicht im Busch.

Was ist Dein größter Wunsch?
Mit der Mannschaft einfach tollen Fußball präsentieren, so dass immer mehr Zuschauer ins Heilbronner Frankenstadion kommen. Außerdem muss das Fritzle noch mal her. Beim letzten Match haben wir uns verpasst. Deshalb habe ich noch eine Rechnung mit dem VfB-Kollegen offen…

Wer oder was mit diesem Interview überzeugt, beeinflusst oder bekehrt werden soll lass ich mal dahin gestellt. Selten jedoch so eine geistige Gehirnakrobatik gelesen. Fazit: An Selbstüberschätzung leidendes Zottelvieh mit gesichertem Einkommen in der Baubranche macht beim Fußball gern mal einen drauf und sucht daher grünes Krokodil zur Begleichung einer Rechnung.

bild-03Fußball wurde übrigens auch gespielt. Der Aufsteiger vom Dorf gewinnt gegen den Absteiger aus der Landeshauptstadt. Die Freunde von Benny konsumieren Fußball, der Pöbel aus Degerloch zelebriert Fandasein. Die Bratwurst schmeckt auch nach dem Spiel noch. Der Schutzmann hat einen entspannten Sonntag. Das Frankenstadion wird mit bunten Bildern beglückt. Und Tschüß.

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Das ist bitter!

09. Dezember 2009 von Akiem

Dumm gelaufen für Jurgen Sierens, Torhüter des Tabellenletzten der belgischen Jupiler League. Beim Spiel am 21. November 2009 zwischen dem RSC Anderlecht und KSV Roeselare verursachte er ein selten dämliches Eigentor in der 34. Minute zum zwischenzeitlichen 0:2. Endstand 3:1 für den Favoriten aus Anderlecht.

Hansa² vs. Flimmerkiste

08. Dezember 2009 von Peter

05.12.2009 2. Bundesliga, Ostseestadion
Hansa Rostock – 1. FC Kaiserslautern 0:1

Das Jahr fast vorüber, Weihnachten steht vor der Tür. Warum sich dann nicht mal selber beschenken. Nach dem Konsum Volksverdummender Sendeformate in der Flimmerkiste am Freitagabend und kurzencimg3278 organisatorischen Abklärungen zwecks Zugfahrzeiten, hielt ich es doch für weitaus geistreicher das Wochenende mal wieder in Zügen, in Stadien und bei Freunden zu verbringen. Also ging es des Nächtens ab zum Bahnhof und diesmal nobel, nobel mit ICE und BC50 in Richtung Küste. Nach rund 6 Stunden fast ereignisarmer Nachtzugfahrt war man gegen halb 10 auch schon in Hamburg. Fast ereignisarm eigentlich nur deswegen, weil mich ab Frankfurt eine 4-köpfige Familie in meinem 6-er Abteil vom Schlaf abhielt. Aber zumindest kam ich so unfreiwillig in den Genuss von “Mutti ließt aus einem Kinderbuch für 4-jährige vor”  und die Überraschung, dass es tatsächlich noch so spannende Familienspiele wie Domino gibt. (Anmerkung der Redaktion: Ist das Spiel, wo man kleine Klötzchen mit Punkten darauf aneinander reihen muss bis keins mehr übrig sind. Nicht zu verwechseln mit der Zweckentfremdung dieser Klötzchen beim D-Day, einem Sendeformat im Volksverdummungs-TV.)

Aber zurück zu halb 10 in Hamburg. Dort war dann nämlich Fahrerwechsel angesagt. Der Lokführer bekam seinen Guten-Morgen-Kaffee, Tee oder was auch immer und ich durfte als Beifahrer in Rico`s Automobil Platz nehmen. Die letzten Kilometer wurden dann zu zweit auf dem Asphalt abgerockt und pünktlich zur Mittagszeit hieß es endlich Ostseestadion in Sicht. Karten kaufen, Wurst essen, Schnack mit Freunden, das Leder rollte. Hansa begann forsch, die Kurve gab ab 13:12 wieder Vollgas, Gästefans in ordentlicher Anzahl anwesend.

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Das war es aber schon wieder mit der Herrlichkeit. Neben uns düste uns eine Weihnachtsmarkt  –  ich hab schon Glühwein getrunken - Combo mit Geschichten aus der Fabelwelt der Wettmafia zu. Hansa hatte forsch nachgelassen und spielte sich mal wieder zu wenige Torchancen heraus. Und zu allem Überfluss gewann dann der Gast auch noch mit dem knappsten aller Fußballergebnisse. Nach dem Abpfiff beäugen sich beide Kurven durch die Plexiglasscheibe und im Gästeblock nahmen einige ABS`ler ein paar Stufen zu viel.

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Der Hendrik verabschiedete sich in den Pärchen-Verwöhnprogramm Kurzurlaub und für Rico und mich ging es zurück in Rico`s neue Wahlheimat an der Elbe. Statt Hamburger Nachtleben lieber Couch-Potato. Rico machte ein auf Küchenchef. Das Bier kam ohne Nachfragen. Danke an den Gastgeber.

06.12.2009 Regionalliga Nord, VfL-Stadion am Elsterweg
VfL Wolfsburg II – Hansa Rostock II 1:0

cimg3279Sonntagmorgen halb 10 irgendwo in Norddeutschland. Während Partyluder vermutlich gerade neue Bekanntschaften mit nach Hause schleppen, andere das Ehebett beim Frühstück voll krümeln und der Frühaufsteher sein erstes Schnäppchen auf dem Flohmarkt macht, saß ich schon wieder im Zug. Ausschlafen war noch nie mein Ding. Partyluder mit Frühstück im Bett auch nicht. Hansa dagegen schon eher.

Da die Spielplangestalter diesmal mitgedacht hatten, kam ich mal wieder in den Genuss von Hansa Amateure auswärts. War in dieser Spielzeit dank der genialen Spielansetzungen ja noch nicht möglich. Noch viel länger her datiert dagegen mein letzter Besuch bei einem Hansa Auftritt im VfL Stadion zu Wolfsburg. Muss wohl noch zu 1. Ligazeiten anno 1997 gewesen sein. Diesmal also Wolfsburg II gegen Hansa II. Diesmal 4. Liga statt 1. Liga. Sportlich lief es jedoch ähnlich wie am Vortag. Der Hansa-Nachwuchs kämpfte, spielte sich aber zu wenig Tormöglichkeiten heraus. Der Wölfe Nachwuchs gewann mit dem knappsten aller Fußballergebnisse. Zuschauer waren auch nicht wirklich anwesend. Potenzielle Kartenkäufer waren vermutlich lieber am Kanal spazieren oder sich die Wolfsburger Altsstadt anschauen. Im Gästebereich dafür eine recht ordentliche Anzahl von rund 70 Jugendlichen und Junggebliebenen. Singsang, Tapeten, Erleuchtung inklusive.

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Nach dem Spiel ging es mit Begleitung wieder zurück zum Bahnhof in Boomtown Wolfsburg. Die Stadt hässlich wie eh und je. Für mich wurde es Zeit zu verschwinden und in einer noch ereignisärmeren Zugfahrt als am Samstagmorgen ratterte der Schnellzug zurück Richtung Württembergisches Exil.

Zu Union kannste imma jehn

29. Oktober 2009 von Akiem

19.10.2009
1. FC Union Berlin : SpVgg Greuther Fürth 1:2
Alte Försterei (14.150 Zuschauer)

Ich habe letzte Woche Montag die Gelegenheit genutzt mir mal in Ruhe die neue Alte Försterei anzusehen. Beim Auswärtsspiel von Hansa blieb ja aus bekannten Gründen nicht allzu viel Zeit dazu. Gemeinsam mit Thomas konnte man ein eher schwächeres Spiel von Union gegen schnell spielende Fürther sehen. Am Ende hätte auch noch der – aus kämpferischer Sicht verdiente – Ausgleich fallen können, um die erste Heimniederlage der Saison abzuwenden, aber was solls. Wir haben in erster Linie die sehr angenehme gemütliche Atmosphäre auf der Gegengeraden bei einigen Bieren genossen.

Mir fiel dabei wieder mal auf, dass es im Stadion einfach besser ist zu stehen, denn so kriegen die Leute eher den Mund auf, als wenn sie schön mit Rheumadecke und Sitzkissen auf ihren Plaste-Schalensitzen kleben. Gut und gerne 100 Mann versuchten im Gästeblock auf sich aufmerksam zu machen und so wurde eifrig mehrere Fahnen unablässig geschwenkt. Gehört hat man die Jungs aber auch nur, wenn die Heimseite zu ruhig war. Der Heimblock präsentierte zu Spielbeginn eine nette Zettel-Choreo und während des Spiels noch ein Transparent “Gegen Spieltagszerstückelung”. Ansonsten auf Heimseite die üblichen Eisern Union Gesänge und Schlachtrufe. Allerdings hörte ich einmal die Melodie von “Dem Morgengrauen entgegen…”. Vielleicht habe ich mich aber auch nur verhört.

Der Besuch wird sicherlich nicht der letzte gewesen sein, gerade wenn Montagabends nichts anliegt.

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Oh weh, Frankfurt

27. Oktober 2009 von Akiem

10.10.2009 – Brandenburg-Pokal
Frankfurter FC Viktoria ’91 : Eisenhüttenstädter FC Stahl
9:8 n.E. (2:2 nach 90 und 3:3 nach 120 Minuten)
Nebenplatz Stadion der Freundschaft (ca. 120 Zuschauer)

Die Überschrift bezieht sich nicht auf die Stadt selbst oder den örtlichen Verein, sondern einzig und allein darauf, dass Viktoria mit dem Stadion der Freunschaft ein wirklich sehr schönes Stadion besitzt und dieses nicht nutzt und lieber auf dem angrenzenden rotzlangweiligen Nebenplatz spielt – jaja, ich weiß, die Kosten spielen sicherlich eine Rolle, aber trotzdem.

Das Spiel selber war schlecht. Stahl konnte durch schnelles Spiel und Fehler der noch schlafenden Frankfurter zur Halbzeit mit 2:0 in die Kabine gehen. Dort trank man scheinbar schon zu sehr auf das Erreichen der nächsten Runde und stellte das Fussballspielen ein. Frankfurt machte zwar auch nicht wesentlich mehr in Halbzeit zwo, doch dies reichte, um dann kurz vor Schluß noch den 2:2 Ausgleich zu erzielen und diesen müden Kick noch in die Verlängerung zu treiben.

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Mir reichten aber die gesehenen 90 Minuten und so fiel die Entscheidung nicht schwer bei Nieselregen den Ort des Geschehens zu verlassen. Letztlich endete das Spiel nach Elfmeterschießen 9:8 für die Gastgeber vor geschätzten 120 Zuschauern. Solange Frankfurt in der Liga nicht höher als auf Landesebene spielt, werden sie auch weiterhin auf dem Nebenplatz spielen und ich nicht mehr nach Frankfurt fahren. Das sich ein Besuch in Frankfurt lohnt, zeigen die folgenden Bilder, die ich auf meiner Stadionrunde während der Halbzeitpause schoss.

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Die Sitze sehen zwar rantzig aus, aber sind immer noch gemütlich. ;)

Mal wieder vor der Haustür.

07. September 2009 von Peter

06.09.2009 Verbandsliga Württemberg, Sportpark Goldäcker
TV Echterdingen – FV Olympia Laupheim 0:1

Eigentlich sollte es am vergangenen Wochenende mal wieder raus nach Europa gehen, doch mangels Mitstreiter bzw. fehlender Motivation für eine Fahrt ohne Begleitung nach Belgien und in den Pott musste mal wieder unterklassiger Fußball vor der Haustür herhalten. Samstags ging es also mal wieder auf die Waldau zum 4.Liga-Kick der Stuttgarter Kickers gegen den SSV Ulm. Wie immer netter Empfang und familiäre Atmosphäre. Ein interessantes Spiel, welches leider keinen Sieger fand und torlos blieb. Der Zuspruch auf den Rängen mit rund 3.500 Zuschauern dafür recht beachtlich und auch der Support des Kickers B-Block mit freundlicher Unterstützung aus Zürich mehr als ansehnlich. Für alle Interessierten gibt es von den Kickers sicher wieder Bilder auf der Bloggseite http://blaue-bomber.blog.de/zu begutachten.

Am Sonntag wartete dann vor der Haustür mal wieder ein völlig neues Stadion, Arena, Sportplatz oder wie man es auch immer nennen mag. Auf Empfehlung meiner Arbeitskollegin wollte ich also dem TV Echterdingen einen Besuch abstatten, da dort schließlich ihr Junior spielen würde. Dies sicher nicht der alleinige Grund, den man hatte wohl auch in eine neue Tribüne investiert bzw. in eine neue Sportanlage. Die bisherige Spielstätte Filderstadion ist nach Aussage meiner Kollegin demnach dem Städtebau zum Opfer gefallen.

Mit der S-Bahn mal wieder in Richtung Stuttgarter Flughafen in die Metropole Leinfelden-Echterdingen. Von dort entspannte 15 Minuten Fußweg und schon war man am Sportpark Goldäcker. Auf den ersten Blick typisches Sportgelände mit Sporthalle, Rasenplätzen, Vereinsheim, Spielecke für die Kleinen usw. Der neue Rasenplatz eigentlich zwar umzäunt, aber auch vo außerhalb war das Geläuf prima einzusehen. Nach kurzen Überlegungen ob des Eintrittsfreien Zuschauens wurde das Sportgelände schließlich doch betreten und die Worte “Einmal Student” waren immerhin 3 Euro Ermäßigung wert. Recht so und dann lieber noch 2 Euro für ein recht passables Fleischerzeugnis ausgegeben und mein Budget von 5 Euro war gut investiert.

Das Stadion, Arena, Sportplatz oder wie man es auch immer nennen mag nicht sonderlich spektakulär. Hinter den Toren gepflastert und Ballfangzaun, auf der Gegenseite eine kleine Anzeigetafel. Die andere Längsseite erwies sich auch nicht als dass, was man versprochen bekommen hatte. Unter einer Tribüne stelle ich mir irgendwie etwas anderes vor. Letztendlich handelte es sich eigentlich nur um 8 Betonstufen mit einer Holzüberdachung. Aber man gibt sich auch mal mit wenig zufrieden bzw. muss das Besondere erkennen. Denn die eigenwillige Holzüberdachung war durchaus einem zweiten Blick wert und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten des Vereins vorerst sicher ausreichend.

Fußball gespielt wurde übrigens an jenem Nachmittag auch. Aber es wurde nicht wirklich erwähnenswertes Mittelfeldgeplänkel mit wenigen Torchancen geboten. Als man sich wie am Vortag innerlich mal wieder auf ein torloses Remis einstellte, schlug der Gast kurz vor Ultimo doch noch zu und gewann gegen den Aufsteiger aus Echterdingen. Über verdient oder unverdient sollen andere entscheiden. Die 250 Zuschauer inkl. der etwa 50 Zaungäste machten sich anschließend auf zum Sonntäglichen Kaffeekranz mal wieder in der Wirtschaft, bei Muttern oder wo auch immer.

 

Kurz vor Spielabbruch.

03. September 2009 von Peter

02.09.2009 Regionalliga West, Carl-Benz-Stadion
SV Waldhof Mannheim-1. FC Kaiserslautern/II. 0:2

Auch in dieser Woche war für mich mal wieder keine Fußball-Atempause angesagt und so ging es Dienstags direkt vom Schreibtisch in Richtung Kurpfalz zum Regionalligaspiel Waldhof Mannheim gegen den Nachwuchs des 1. FC Kaiserslautern. Das Carl-Benz-Stadion nicht unbedingt Neuland für mich, aber unter der Woche nimmt man solch ein Brisanzspiel auf Fanebene gern mal mit.


Vor dem Carl-Benz-Stadion dann erstmal eine beeindruckende Menschenansammlung und Warm-Up-Bier mit dem Wahl-Mannheimer aus OVP. Karte für 13 Euronen geordert inkl. wahrscheinlichen 3 Euro Topzuschlag und pünktlich zum Anpfiff ging es rein in die Stimmungshölle. Doch vorerst keine Panik, das Spiel begann wegen des großen Zuspruchs auf den Rängen mit 15 Minuten Verspätung. Letztendlich hatten sich zu diesem Kick gut 10.000 Zuschauer eingefunden.


Zum Einlauf der beiden Mannschaften gab es auf der Mannheimer Hintertortribüne eine sehenswerte Wende-Choreo. Spielerisch präsentierte sich der Gast aus Kaiserslautern in der besseren Verfassung und ging in der 1. Halbzeit verdient mit 2 Toren in Führung. Dem Gästeanhang ging zum Torjubel ein Licht auf und der Stadionsprecher weißt darauf hin, dass dies in Mannheim nicht erwünscht sei. Kurz vor dem Halbzeitpfiff lud dann der Gästeanhang mit “Unsere Kleinen sind für Euch zu groß” und “Sch….. City Boys” die örtliche C zum Tanz, die sich daraufhin auch nicht lang bitten ließ.

 

Eine stattliche Anzahl erlebnisorientierter versuchte nun hinter der Gegentribüne den Trennzaun zum Gästebereich zu entern. Von den Zivis gab es dafür eine Prise aus der Pfeffermühle. Als dann auch noch die RoboCops Präsenz zeigten, lernen diverse Gegenstände urplötzlich das Fliegen. Die Lage schien sich dann aber zu entspannen.


Die RoboCops wollten es offensichtlich aber doch noch wissen und lassen zur Überraschung aller nun wahllos den Knüppel in der Masse schwingen. Der Heimpöbel verständlich auf 180° und im Stadion wurde es mit Beginn der 2. Halbzeit derweil auch nicht gerade kühler.


Die Gästetribüne plötzlich mit gut 200 Ultraorientierten zahlenmäßig angewachsen und gab dem geneigten Zuschauer die Restbestände vom letzten Jahreswechsel zum Besten. Mannheim stand dem gezeigten anschließend in nichts nach und brachte die Heimtribüne zum Erleuchten.

Der Schiri schickte daraufhin die beiden Mannschaften zurück in die Kabine. Es roch nach Spielabbruch. Und auch die deutlichen Ansagen des Stadionsprechers wollten die Vermutung zunächst bestätigen. Nach rund 20 Minuten schien der Schiri an die Vernunft der Besucher zu glauben und schickte die beiden Spielparteien wieder aufs grüne Geläuf. Spielerisch hatte Kaiserslautern auch in der 2. Halbzeit weiterhin alles im Griff, auch weil die Mannheimer Offensive zu umständlich agierte.


Kurz vor dem Abpfiff erhellte sich abermals die Gästetribüne, was eigentlich den fälligen Spielabbruch bedeutet hätte. Doch der Schiri ließ auch die allerletzten 2 Minuten noch zu Ende spielen. Das Spiel endet mit einer Niederlage für Mannheim. Der Großteil der Zuschauer mit Schieber, Schieber Rufen verständlicherweise kurz vor dem totalen Ausraster. Während erste Nettigkeiten anschließend vor dem Stadion gegenüber Team Grün ausgetauscht wurden, machte ich mich eilig auf Richtung Zug. Das wurde mir doch eine Nummer zu heiß.