Null Punkte am Niederrhein.

05.02.2010 2. Bundesliga, Stadion Niederrhein
RW Oberhausen – Hansa Rostock 2:1

Wochenende. Fußballzeit. Hansazeit. Das Herz lachte. Zwar gab es dank der Spielplangestalter mal wieder eines dieser undankbaren Freitagabendspiele. Aber für diese Fälle hatte man sich ja ein paar Überstunden erarbeitet und so ging es vom Württembergischen Exil aus Richtung Kohlenpott. Diesmal jedoch ohne potenzielle Mitfahrer aus dem Süden. Die Zugvariante dank Sparpreis dann preislich noch relativ im Rahmen und nach einer kurzweiligen Fahrt war man auch schon zu früher Stunde in Oberhausen. 05022010-oberhausen-hansa-11Am Bahnhof dann ein mal wieder zahlenmäßig total überflüssiges Empfangskomitee in Blau und Grün. Die Staatsdiener erwarteten wohl einiges oder hatten vielleicht auch einfach nur keine Lust auf Büroschlaf. Für mich ging es per Stadtbus und kurzem Fußweg Richtung Spielwiese. Vor dem Stadion Niederrhein dann auch schon ein ordentlicher Haufen der aktiven Fanszene samt Choreomaterial. Das ließ auf einen bunten Abend hoffen. Vor dem Spiel noch ein wenig Klön und Pils mit guten Freunden (Gruß an die Exil-NB`ler) und schon konnte es hineingehen in ein Stadion, das die Fußballseele noch erfreuen lässt. Ein Stadion von der altehrwürdigen Sorte mit Fußballgeschichte, wie Sie es leider immer weniger gibt. Mit halbdunklen Flutlichtschein. Mit richtigen Stehrängen. Mit Kurven die Ihren Namen aus architektonischer Sicht noch verdienen.

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Die Erwartungen auf eine gelungene Choreo zu Spielbeginn wurden anschließend nicht enttäuscht. Vor dem Gästeblock ein Schriftzug in 3-D-Optik unter dem Motto Blau-Weiß-Rot, im Block Fähnchen in gleicher Farbkombination untermalt von ein paar Blinkern. Das sah sehr ansehnlich aus und war auch noch einen zweiten Blick wert. Auf der Heimseite eine simple, aber trotzdem aussagekräftige Tapete „Kämpft für Oberhausen“. Gut 600 Hanseaten machten dann in der 1. Halbzeit recht abwechslungsreich Stimmung, auch wenn phasenweise einige Nebenmänner zum Mitmachen animiert werden mussten.

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Auf dem Rasen agierte die Kogge erstmals mit den beiden Heilsbringern aus Island. Das Spiel den Tabellenplätzen beider Mannschaften entsprechend umkämpft mit Möglichkeiten hüben wie drüben. Eingeleitet durch einen sehenswerten Konter netzte Bartels kurz vor der Halbzeit für die Guten ein und ließ einen endlich mal auf ein erfreuliches Spielergebnis hoffen. Doch da ein Fußballspiel bekanntlich 2 Halbzeiten hat, hieß es am Ende wieder mal Pech gehabt mit erfreulichem Spielergebnis. Zwei Gegentore, Rote Karte, Spiel verloren. Die Abstiegsränge rücken immer näher. Der FCH versinkt im nirgendwo.

Nach dem Spiel war das Ziel der Weiterreise eigentlich noch unklar. Aber aufgrund fehlender Mitfahrer für eine nächtliche Rückfahrt entschied man kurzfristig sich dem WET-Mob aus HRO/SN anzuschließen und für eine Weiterfahrt und Kurzbesuch bei der Familie. Zusammen mit gut 30 bis 35 Jugendlichen ging es also mit Black-Ticket durch die Nacht. Die Staatsmacht nach einem Vorfall am Oberhausener Bahnhof ständig im Schlepptau. Dies tat der Stimmung im Zug aber keinen Abbruch. 05022010-oberhausen-hansa-12Und so wurde dem Alkohol gefrönt, Singsang zum Besten gegeben und dem oben Ohne gefrönt. Auswärts fahren ist so schön. Der nächtliche Aufenthalt in Bremen war dann jedoch einer der unschönen Sorte, als Einheimische Diskoatzen mit verbotenen Gegenständen hantierten und der Bahnhofsbereich aus Sicht der Exekutive auf einmal zu unsicher schien. So lernte man unfreiwillig auch noch den Zwillingsbruder von Basti Pastewka kennen; der trägt gern mal Blau und lud in seine geflieste Behausung ein. Bei der restlichen Weiterfahrt mit DB Regio zollte man dann der Müdigkeit ein wenig Tribut, bevor man sich in SN vom Rest verabschiedete und wenig später auch schon bei Muttern über den Kühlschrank herfallen konnte.

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